Eine Woche nach dem Sieg auf dem EuroCup in Herning gings in Edewecht fürs Team um sehr viel, musste doch in der 3,5 t Klasse ein Sieg her, um mit dem Monster noch die Qualifikation für die EM in Schweden zu schaffen. Da mit Dirk und Daniel die regulären fahrer nicht mit angereist waren, sollte das Monster in dieser Klasse von Tobias gefahren werden, wodurch Fabian die Chance bekam, den Green Fighter ein zweites mal zu fahren.
Vorsichtig gab er Gas und bei 20 m hatte er den Gashebel am Anschlag. Der Figther hob die Nase und nach einem schnurgeraden Pull berührten die Vorderreifen erst deutlich hinter der Full Pull Marke den Boden. Während der Fighter noch zurückgezogen wurde, machte sich im Startvorbereitungsraum rund um das Monster langsam etwas Hektik breit: der Motorsteuerung des oberen Motors fehlte noch das Steuerprogramm und eine Verbindung zwischen Steuerbox und Computer wollte sich einfach nicht herstellen lassen... Kurzerhand wurde eine Steuerbox vom Green Fighter auf dem Monster platziert und Tobias konnte Anhängen. Mit der Grünen Flagge gab er Gas und das Monster machte sich auf dem Weg um das gesetzte Ziel des Tagessieg zu realisieren, bis bei gut 60 mit einem Schlag alles vorbei war... Motordrehzahlen hoch und augenblicklichen Stehenbleiben machte allen sofort klar, dass es sich bei dem Schaden nicht um ein computerbedingtes Problem handelte. Damit hatte sich leider auch die Qualifikation zur EM erledigt. Die festsitzende Hinterachse machte es notwendig, dass das Monster mit dem Bagger bis zum LKW transportiert werden musste, wo direkt damit begonnen wurde, die Steckachsen zu ziehen, um die Räder wieder frei drehen lassen um den Traktor verladen zu können. Nachdem das Öl abgelassen war und der Deckel an der Achse entfernt war, wurde das ganze Ausmaß des Schadens deutlich: es hatte nicht wie in Hassmoor Teller und Kegelrad erwischt, sondern das Planetengetriebe auf der linken Seite hatte sich in hunderte Kleinteile zerlegt. Damit war vor Ort schon reichlich Arbeit zu erledigen, da die gesamten Kleinteile und Bruchstücke entfernt werden mussten um das Rad wieder ans drehen zu bekommen. An einen Start in der 2,5 t Klasse war somit natürlich nicht mehr zu denken. In der 4,5 t Klasse war der Full Pull für's Finale für Rico kein Problem. Zum Ende des Finalpulls stand der rechte Motor in Flammen und wir befürchteten noch mehr Arbeit in der Werkstatt zu haben. Zumindest endete der Pull mit der Bestweite und dem Tagessieg. Trotz zwei ausgelassenen Meisterschaftsläufen reichte es in der Saisonwertung noch zu einem guten zweiten Platz. Etwas beruhigter waren wir dann doch, als wir noch am LKW feststellen konnten, dass sich nur etwas übergelaufenes Öl an den heißen Auspuffrohren entzündet hatte und keine schwerwiegenderer Schaden hinter den Flammen steckte.
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